Abbildung eines Narus

Die Kinder des Westens


Wie schon der Beitrag in der letzten Woche ist auch der heutige Blogpost in erster Linie auf Effizienz ausgerichtet. Während der Inhalt des Portals - wie mit den heute vorgestellten Naru - selbstverständlich weiter ausgebaut werden soll, so liegt der Fokus für kurze Zeit doch eher auf zwei anderen Punkten:

1) Die Fertigstellung der Rohfassung vom ersten Roman "Geheimnisse der Vorzeit" ist in ihren letzten Zügen und ich rechne damit, dass sie noch in diesem Monat meinem Beta-Leser übergeben werden kann. Hier wird dann vor allem analytisch ans Werk gegangen und versucht, mögliche Plotfehler auszumerzen und einen generellen Spannungsbogen sicherzustellen. Im Anschluss folgt dann nochmal eine grammatikalische Prüfung durch ein Lektorat, bevor es an die letzten Vorbereitungen der Veröffentlichung geht.

2) Auch die nächste große Überarbeitung des Portals nähert sich ihrer Fertigstellung. In dieser Version wird Wordpress vollständig entfernt sein, was mir noch mehr Kontrolle und Freiraum in der weiteren Entwicklung geben wird. Neben einigen Kleinigkeiten zur Verbesserung des Designs wird es dann außerdem wieder die Möglichkeit geben, Kommentare zu Blogpostings oder einzelnen Einträgen in der Enzyklopädie zu schreiben. Vor allem aber wird sich im Hintergrund eine Menge getan haben, was mir in Zukunft das Hinzufügen von neuen Inhalten und Funktionen deutlich erleichtern wird.

Und damit kommen wir dann auch schon zur Vorstellung der Naru, damit es schnellstmöglich wieder an den Abschluss der beiden oberen Punkte geht, um mich danach im großen Stile auf den Inhalt des Portals konzentrieren können.

Bis zum nächsten Mal - in Amarlia :)

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"Was interessiert uns der Rest der Welt, wenn wir noch nicht einmal die Geheimnisse unserer eigenen Region gelüftet haben?" - Takra, Bewahrerin der Vergangenheit, 201 NNT

Geschichte


In keinem Volk der bekannten Welt reichen die erhaltenen Überlieferungen so weit zurück wie bei den Naru. Die Kinder des Westens, wie sie sich selbst bezeichnen, lebten schon vor dem Nebel des Todes in dieser Region und so finden sich eine Vielzahl an Wandmalereien in den Höhlen ihres Volkes. Aus diesen Kunstwerken geht deutlich hervor, dass der Westen einst ein wärmerer Ort gewesen sein muss - eine Tatsache, die sich auch mit den Legenden deckt, nach denen alle vier Elemente der Macht einst in Harmonie gelebt haben sollen.

Der plötzliche Klimawandel im Westen hat nach dem Nebel des Todes auch in den Folgejahren große Opfer unter den Naru gefordert, doch mit den Jahrhunderten hat sich ihr Volk immer besser auf die neuen Verhältnisse eingestellt.

Leider geben auch die Höhlenmalereien der Naru nicht auf allen Fragen eine Antwort, denn die Kunstwerke lassen einen großen Spielraum, wenn es um ihre Deutung geht. Das geschriebene Wort erreichte die Naru erst im Jahre 56 NNT, als die ersten Menschen den Westen für sich eroberten und gleichzeitig das Volk der Algarier gründeten.

Das Zusammenspiel mit den Algariern war von Beginn an von Misstrauen geprägt, doch die erschwerten Bedingungen in der Region sorgten für einen vorsichtigen Austausch der beiden Völker, sodass sich auch aus Notwendigkeit mit der Zeit einige Ähnlichkeiten in den beiden Kulturen auftaten. Auch heute noch bleiben die Naru dem Rest Amarlias skeptisch gegenüber, wobei es immer wieder Individuen gibt, die davon überzeugt sind, dass die Naru zu Höherem berufen sind.

Während die große Mehrheit von ihnen keinerlei Drang verspürt, die Welt abseits der eigenen Region zu erkunden, sind es jene als Sucher bezeichneten Naru, die von klein auf die Lebensweise ihres Volkes in Frage stellen und am Ende in die Welt hinausziehen, um Antworten zu finden. Eine Abreise, die auf beiden Seiten mit Wohlwollen gesehen wird, erlaubt es den Suchern doch ihrem unbändigen Drang nach Antworten nachzugehen, während der Rest der Naru die alten Traditionen unbehelligt weiterpflegen kann.

Lebenserwartung und physische Erscheinung


Naru haben mit 70 Jahren die kürzeste Lebensspanne aller Völker, wobei es gerade unter den Suchern eine weit verbreitete Theorie ist, dass dies auch mit den erschwerten Lebensbedingungen ihres Volkes zu tun hat. Man hat sich mit der Zeit zwar an die Kälte des Westens angepasst, doch die heimatlichen Höhlen bieten nun mal nicht den gleichen Schutz wie die Städte der zivilisierteren Welt.

Physiologisch bestechen die Naru insbesondere durch ihre Robustheit. Mit einer Durchschnittsgröße von 1,70m bringen sie immer noch stolze 70kg auf die Waage. Während das erhöhte Gewicht bei den Rhultak und Duraniern vor allem ein Zeichen für den muskulösen Körperbau ist, so stammt ein nicht unerheblicher Teil des Gewichts der Naru von ihrem extrem dichten Gewebe und einer schon fast lederartigen Haut.

Äußerlich ist eines der wohl einzigartigsten Merkmale der Naru ihre Gesichtsstruktur. Der Rest ihres Körpers ist ähnlich der anderen Völker eher glatt, doch alle Naru tragen im Gesicht eine Vielzahl von hornartigen Wucherungen, deren genaue Bedeutung man bis heute nicht zuordnen konnte. Es gibt allerdings einige fanatische Naru, die der Meinung sind, dass ihr Volk sich zu weit von den traditionellen Lebensweisen entfernt hat und man aus diesem Grund dafür von den Göttern bestraft wurde.

Magische Fähigkeiten und Besonderheiten


Abgesehen von den Rhultak, denen es vollständig an magischen Fähigkeiten mangelt, hat kein Volk eine geringere Affinität gegenüber der Magie als die Naru. Die wenigen unter ihnen besitzen dafür nicht selten ein enorm großes Potenzial, das auch dadurch unterstrichen wird, dass der Leiter vom Orden der Luft den Naru angehört und einst als Sucher der Lebensweise seines Volkes den Rücken gekehrt hat.

Mit ihrer dicken Hautschicht sind die Naru besonders widerspenstig gegenüber Kälte und tragen auch bei Expeditionen in die Gebirge des Westens weitaus seltener Schürfwunden davon als zum Beispiel die Algarier.

Kleidung und Lebensgewohnheiten


An der Spitze ihres Volkes steht zu jeder Zeit ein sogenannter Bewahrer der Vergangenheit oder im aktuellen Falle mit eine Bewahrerin mit dem Namen Laka. Das Oberhaupt der Naru ist sowohl für die moralische Führung des Volkes verantwortlich als auch in gesetzlichen Fragen die höchste Instanz. Die Bezeichnung Bewahrer(in) der Vergangenheit ist dabei nicht mehr als das Resultat der traditionellen Lebensweise der Naru, denn abgesehen von den Suchern sehen die meisten Naru Veränderung als etwas Negatives an und versuchen sich deshalb, so gut sie können, an der Vergangenheit festzuklammern.

In den letzten Jahrzehnten hat sich diese Sichtweise auf die Welt, auch aufgrund des Einflusses Lakas, allerdings ein wenig gelockert, sodass immer mehr Naru eine etwas offenere Haltung gegenüber dem Unbekannten haben. Die Ursache für diese Veränderungen liegt auch am Aufschwung des algarischen Volkes über die Jahrhunderte, der auch von den Naru nicht einfach ignoriert werden kann.

Im Alltag leben die Naru in kleineren, hoch sozialen Gemeinden, die sich meist um beieinander liegende Höhlensysteme gebildet haben. Es herrscht ein reges Miteinander und auch in der Erziehung des Nachwuchses wird immer wieder auf die Hilfe von Freunden und Familie zurückgegriffen.

Bei den Naru handelt es sich um ein Volk von Jägern und Sammlern, die den Großteil der spärlichen Ressourcen im Westen zu nutzen wissen. Die Wandmalereien in den Höhlen zeigen, dass die Naru einst eine luftigere Kleidung bevorzugten, doch heutzutage trifft man fast alle von ihnen in dicken Stoffen an, die nicht selten mit verschiedenen Fellen gepaart werden, um noch mehr Schutz vor der Kälte zu bieten.

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