Abbildung einer charakteristischen Szenerie des Westens

Der Westen


„Oh, du magischer Westen. Könnte ich doch nur fliegen, ich würde ein Leben damit verbringen, die Wunder deiner Berge zu erkunden“ – Radagast der Entdecker, 131 NNT

Übersicht


Mit dem Westen verbindet man Kälte, Schnee und Stürme. So ungemütlich es klingt, so ist es für viele auch und doch leben auch hier einige Bewohner Amarlias. Unter der Herrschaft des Elements der Luft ist diese Region die Heimat der Naru und des menschlichen Volkes der Algarier. Durchzogen von Gebirgen göttlicher Ausmaße stellt der Westen Bewohner und Reisende gleichermaßen vor eine Vielzahl von Schwierigkeiten.

Hat man nicht schon mit der Kälte und den Stürmen zu kämpfen, dann ist es spätestens die Gefahr von Lawinen, die einen Vorsicht walten lässt. Während sie zwar eigentlich eher eine Seltenheit sind, so tragen die vielen Geschichten vom Ende ganzer Karawanen dazu bei, dass kaum jemand im Westen nicht zumindest mit einem Auge immer mal wieder nach oben späht.

Hoch oben im Zentrum des Westens liegt Windhafen, die größte Stadt der Region. Sie ist sowohl die Heimatstätte der Algarier und doch gleichzeitig auch Sitz der Inquisition und dem Orden der Luft. Die Festungsstadt stellt den höchsten Punkt dar, den die Bewohner Amarlias bisher für sich in Anspruch nehmen konnten. Immer wieder gibt es Abenteurer, die ausziehen, um den Legenden von Drachen im westlichsten Teil der Region nachzugehen, doch niemand ist bisher zurückgekehrt und hat von einer erfolgreichen Eroberung dieser gewaltigen Gebirge berichten können.

Fauna


Kein Tier des Westens ist so wichtig wie die Ziege. In riesiger Anzahl leben sie in den Bergen und sowohl Naru wie auch Algarier haben die Notwendigkeit von Ziegen als Ressource erkannt. Ob Fleisch, Fell oder Knochen, nahezu alles kann und wird in beiden Kulturen wiederverwendet. So ist es kein Wunder, dass die beiden Völker trotz tiefgehendem Misstrauen einander gegenüber doch zusammenarbeiten und die Zucht dieser Tiere nahezu perfektioniert haben.

Doch auch der Westen hat seine geheimnisvollen Kreaturen und so sind es vor allem die Geschichten der Yetis, die die Einwohner den Atem anhalten lassen. Es gibt unzählige Berichte über Sichtungen dieser Wesen, auch wenn niemand bisher Angesicht zu Angesicht mit einem Yeti stand. Zumindest hat noch niemand davon ausführlich erzählt und wurde im Nachhinein nicht als Trunkenbold oder Großmaul entlarvt. Dass sie existieren wird aber von den wenigstens angezweifelt, denn die vielen Ziegen, deren Überreste man schon gefunden hat, sprechen ein deutliches Bild: Es gibt riesige Bestien, die sich außerhalb der bewohnten Gebiete des Westens irgendwo verstecken.

Flora


Die Pflanzenwelt der Region ist im Vergleich zum Rest Amarlias eher spärlich. Es gibt verschiedene Formen von Tannen und zwischen den Felsen der eisigen Gebirge finden sich auch einige Grünpflanzen und Kräuter, doch vieles ist vom Schnee bedeckt. Vor allem aber sind es die Ziegen, die sich auf einen Großteil der zugänglichen Pflanzen stürzen und so ihre Anzahl beim Sammeln überschaubar halten.

So sind es vor allem Pilze und andere Höhlengewächse außerhalb der Reichweite der Ziegen, die im Westen gesammelt werden, und sich einer größeren Popularität erfreuen können. Viele Rezepte beinhalten Zutaten, die in den Höhlensystemen des Westens wachsen, und gerade die Naru nutzen dies, um mit den anderen Völkern Handel zu betreiben.

Demografie


Der Westen ist keine bevölkerungsreiche Region, zu extrem sind die Witterungen, die es hier zu ertragen gibt. Nur der Norden hat noch weniger Einwohner vorzuweisen, allerdings sind die zahlenmäßigen Unterschiede zwischen den beiden Regionen nicht sehr groß.

Abgesehen von vereinzelten Vertretern anderer Völker sind es vor allem die Algarier und die Naru, die der Region ihren Stempel aufdrücken. Während der Großteil der Naru auch weiterhin die eigenen Traditionen pflegt und Zuflucht in den vielen Höhlensystemen des Westens findet, so stehen die Algarier für den Aufbau von Zivilisation, allem voran der beeindruckenden Festungsstadt Windhafen.

Die Anzahl der Naru und Algarier hält sich größtenteils die Waage und von Beginn an herrschte ein gewisses Misstrauen gegenüber einander. Es liegen jedoch keine Aufzeichnungen von ernsthaften Kriegen der beiden Parteien vor, wobei sich das Misstrauen auch heute noch bemerkbar macht.

Orden der Macht


Beim Orden der Luft handelt es sich um den Orden, der am meisten in die regionale Kultur integriert ist. Das liegt in erster Linie daran, dass die Akademie des Ordens mitten in Windhafen liegt. Zwar unterliegt die Akademie eigenen Gesetzen und ist mit einem eigenen Festungswall versehen, doch die Nähe zum Rest der Bewohner sorgt dafür, dass Magie und Ordensmitglieder ein alltäglicher Anblick sind, sodass man dem Orden im Vergleich zu anderen Regionen wie dem Norden weitaus weniger reserviert gegenüber tritt.

Nur im Orden der Luft gibt es vereinzelt Mitglieder aus dem Volk der Naru, die eher selten die heimische Region verlassen und auch weitaus weniger Affinität gegenüber der Magie vorweisen als die menschlichen Völker oder die Gnome. Dafür handelt es sich bei den wenigen magiebegabten Naru nicht selten um sehr starke Ausprägungen und auch Arrak, der Leiter vom Orden der Luft, hat seine Wurzeln im Volk der Naru.

Trotz der Nähe zu den restlichen Einwohnern Windhafens hält sich der Orden aus dem politischen Alltag heraus und konzentriert sich vollständig auf die eigenen Ziele. In enger Zusammenarbeit mit der Inquisition, die ihren Hauptsitz ebenfalls in Windhafen hat, arbeitet man hier vor allem an Forschungen zur Entdeckung des magischen Fundaments in Amarlia. Sowohl Orden als auch Inquisition streben danach, das Geheimnis der Elemente zu lösen, und es herrscht ein reger Austausch zwischen den beiden Institutionen.