Religion


„Sind die Götter es wirklich wert, verehrt zu werden? Die lange Nacht und ihre Folgen haben es doch bewiesen - sie sind entweder unglaublich grausam oder es gibt Mächte auf dieser Welt, die selbst die der Götter übersteigen“ – Ein Anhänger der Gemeinschaft der Zweifelnden, 115 NLN

Das Pantheon der Götter - bestehend aus Almea, Baros, Ferana, Ragon, Sisara und Tarmu - wird von den wenigsten ernsthaft angezweifelt, zu groß waren die Einflüsse der sechs Götter auf die Welt Amarlia. Doch auch wenn ihre Existenz nicht in Frage gestellt wird, so gibt es einige Unterschiede, auf welche Weise dieser Religion im täglichen Leben nachgegangen wird.

Die Wahl des Hauptgottes


Die meisten Bewohner Amarlias verehren einen der Götter als ihren Hauptgott und sehen in dem Rest mächtige aber doch kleinere Geschwister. Die Gründe dafür, welchem Gott oder welcher Göttin sie sich verschrieben haben, sind dabei so zahlreich wie die Bewohner selbst.

Manch einer fühlt sich von klein auf verbunden, während andere von ihren jeweiligen Lebensumständen beeinflusst werden. Die Wahl ist jedoch niemals wirklich endgültig. Alle sechs Götter trachten ständig nach neuen Anhängern, um in dem andauernden zweiten Götterkrieg die Oberhand zu gewinnen, und besonders tragische Ereignisse haben schon so manchen Bewohner dazu gebracht, sich vom eigenen Gott loszusagen.

Die Ausnahmen der Regel


Es gibt jedoch auch Ausnahmen unter den Bewohnern, denn mit den Zweifelnden und dem Kult der langen Nacht haben sich in den letzten knapp vierhundertfünfzig Jahren zwei Gruppierungen gebildet, die die Existenz der Götter zwar anerkennen, sich aber keinem davon als loyale Anhänger verbunden fühlen.

Mit ihren besonderen Ansichten ist es keine Überraschung, dass sie in religiösen Diskussionen regelmäßig mit den Anhängern des Pantheons anecken, doch beide Gruppierungen haben mittlerweile einen Status erreicht, den niemand einfach mehr so ignorieren kann.