Abbildung des Machtsymbols vom Element der Luft

Orden der Luft


„Disziplin ist eine Tugend, der sich ganz Amarlia unterordnen sollte“ – Lamar Rabenstein, ehemaliges Ratsmitglied im Orden der Luft, 399 NNT

Übersicht


Der Orden der Luft ist verantwortlich für die Magie des Westens. Der Hauptsitz des Ordens, die Zitadelle des Windes, befindet sich in Sturmhafen, der einzigen Stadt der Region. Anders als in den restlichen drei Orden lebt ein Großteil der einhundertundachtzig Mitglieder vom Orden der Luft in eigenen Behausungen direkt neben den benachbarten Einwohnern.

Es ist auch diese einzigartige Lebenssituation, die dazu geführt hat, dass Disziplin einen solch hohen Stellungswert eingenommen hat, machen die Umstände im Westen es doch weitaus schwieriger, das öffentliche Leben vollständig von dem des Ordens zu trennen.

Geschichte


Der Orden der Luft wurde im Jahre 69 NNT gegründet und ist damit nach dem Orden des Feuers der jüngste Orden Amarlias. Von Beginn an existierte mit Sturmhafen nur eine menschliche Siedlung im Westen, von der schon früh aus eine Zusammenarbeit mit den Naru gepflegt wurde. Dies sorgte auch für eine geographische Konzentration der Magiebegabten in der Region und führte letztendlich zur Gründung des Ordens.

Im Gegensatz zu anderen Regionen, wo zum Teil verschiedene Probleme ausschlaggebend für die Ordensgründung waren, wurde der Orden der Luft ins Leben gerufen, um die konzentrierte Ansammlung an Magiebegabten auszunutzen und so die Entwicklung in der Region zu fördern.

Der Wunsch nach einer übergeordneten Zusammenarbeit lässt sich auch in dem Bau der Zitadelle des Windes deutlich erkennen, denn während in den anderen Regionen Ordenshauptsitze errichtet wurden, die sich außerhalb der Siedlungen und Städte befanden, handelte es sich bei der Zitadelle des Windes um eine fast schon selbstverständliche Entwicklung während des Ausbaus Sturmhafens. Nach einer Bauzeit von dreiunddreißig Jahren wurde die Zitadelle im Jahre 117 NNT bezogen, unterlief in der Folgezeit allerdings einige größere Umbauten, um der Weiterentwicklung Sturmhafens zu folgen.

Erst in den späteren Jahren und insbesondere mit Einführung des Magierkodexes veränderte sich die Ausrichtung des Ordens dahingehend, dass eine striktere Trennung zwischen Orden und dem restlichen Stadtleben angestrebt wurde.

Struktur & Führung


Der Großteil des Ordens wird vom algarischen Volk gestellt, das seinen Ursprung in den Abenteurergruppen hat, die in den frühen Jahren nach Erscheinen vom Nebel des Todes den weitesten Weg aus dem Osten zurückgelegt hatten. Dieser besondere Entdeckerdrang ist auch heute, trotz der Einflüsse der einheimischen Naru, noch immer wiederzuerkennen.

Geleitet wird der Orden der Luft von einem demokratisch geführtem Rat, der aus insgesamt fünf Mitgliedern besteht. Jedes Mitglied wird für nicht mehr als ein Jahr in den Rat berufen, wobei einer Wiederwahl grundsätzlich nichts im Wege steht. Grund für die kurze Amtszeit ist jener Entdeckerdrang, dem auch viele Ordensmitglieder heute noch unterliegen, sodass immer wieder Reisen in anderen Regionen oder gar die gefährlichen und nahezu unerforschten Weiten der westlichen Gebirge in Angriff genommen werden.

Um einen vollständigen Erfahrungsverlust innerhalb des Rates vorzubeugen, hat es sich vor langer Zeit etabliert, dass jedes Jahr ein Mitglied des Rates automatisch als wiedergewählt gilt. Somit stehen jährlich also nur vier der fünf Ratsplätze zur Wahl. Die Entscheidung darüber, welches Ratsmitglied unantastbar bleibt, wird direkt innerhalb des Rates getroffen. Nur sehr selten ist es bisher dazu gekommen, dass es langfristige Diskussionen geben musste, weil alle fünf Mitglieder gleichzeitig bleiben oder gehen wollten. Meist hat mindestens ein Mitglied einen anderen Wunsch als der Rest, sodass eine notwendige Mehrheit erzielt werden konnte.

Religion


Kein Hauptsitz eines anderen Ordens reicht so nahe an den Himmel, der sogenannten Götterheimat, heran, sodass man meinen könnte, dass die Zitadelle des Windes ein Zeichen dafür ist, dass gerade im Orden der Luft die Verehrung Baelons, dem Gott der Magie, auch heute noch von großer Bedeutung ist. Ganz falsch würde man damit nicht liegen, denn nur im Orden der Erde spielen religiöse Aspekte eine noch übergeordnetere Rolle.

Es ist aber nicht die Lage der Zitadelle, die den ausschlaggebenden Punkt ausmacht, sondern auch hier liegen die Gründe für die heutige Struktur des Ordens in der Vergangenheit. Gerade unter den vielen Abenteurergruppen, die in den Jahren 24 - 27 NNT im Osten loszogen und letztendlich im Westen die Grundlage des algarischen Volkes legten, hielt sich auf den Reisen ein ausgeprägter Glaube aufrecht, der bei der Gründung des Ordens mitübernommen wurde. Auch die Aufnahme anderer Völker, hierunter die Naru, änderte daran nichts.

Im Gegensatz zum östlichen Orden ist die Verehrung Baelons im Westen allerdings kein fester Bestandteil des Ordensalltags, sondern wird von den Ordensmitgliedern im Privaten eigenständig durchgeführt.

Politik


Ähnlich dem Orden des Wassers haben die westlichen Ordensmitglieder eine gewisse Nähe zu den Einwohnern ihrer Region. Die nahezu schon verwurzelten Strukturen, die sich über die Jahrhunderte gebildet haben, sorgen jedoch dafür, dass es im Westen weitaus seltener zu Streitfragen in diesem Bereich kommt. Die Inquisition, selbst im Westen angesiedelt, sieht keinerlei Übertretungen durch den Orden der Luft, nachdem die Ordensvorschriften gemäß der Regeln des Kodexes vor etwas mehr als zwei Jahrhunderten angepasst worden sind.

Während man im Süden bei einigen Ordensmitgliedern auch ein ausgeprägtes politisches Interesse erkennen kann, beschränkt sich die Nähe zwischen dem Orden der Luft und den restlichen Einwohner Sturmhafens primär auf die geteilten Lebensverhältnisse und weniger den politischen Entscheidungen regierender Kräfte.