Manadi


„Der wahre Stolz der Manadi ist nicht Ankrabad, es ist der Wahnsinn, den man in sich tragen muss, um einen Ort wie den Norden zu unterwerfen - Amra Alvordi, 321 NNT

Geschichte


Während die Rhultak, Gnome und Naru noch Bruchstücke ihrer Geschichte aus der Zeit vor dem Nebel des Todes erhalten konnten, verliert sich die Vergangenheit der drei menschlichen Völker zu diesem Zeitpunkt. Für manch einen wirkt es fast so, als wären sie erst zu diesem Zeitpunkt überhaupt zum Leben erwacht.

Den wenigen vorhandenen Überlieferungen entnommen ist das Volk der Manadi das jüngste unter den Menschen. Erst im Jahre 77 NNT gibt es erste Aufzeichnungen darüber, dass sich permanente Siedlungen im Norden halten konnten. So ist es auch dieses Jahr, das für viele Manadi als eigentliches Geburtsjahr ihres Volkes angesehen wird.

Über die Jahrhunderte wurden die Manadi vom Feuer und den rauen Sitten des Nordens geschliffen und entwickelten sich zu einem Volk, das abseits der menschlichen Züge nur noch begrenzt viel mit den Duraniern und Algariern gemein hat. Die Geschichte keines Volkes ist dermaßen an eine einzige Stadt gebunden, wie es für die Manadi mit Ankrabad der Fall ist.

Die vor etwas über 200 Jahren von den Alvordi gegründete Siedlung profitierte von Beginn an von den neu gefundenen Ressourcen der Palastoase und veränderte das Leben der Manadi von Grund auf. Vorbei waren die Zeiten des reinen Überlebenskampfes, wenn auch die Manadi dem Norden weiterhin ihre Opfer zollen mussten.

Mit dem Ausbau Ankrabads entwickelte sich auch die Kultur der Manadi weiter, die von den Alvordi schon in frühen Zeiten hochgradig politisiert wurde. Bis zum heutigen Tage gibt es kein Volk in Amarlia, das auf gleiche Weise so viel Energie in die Wahrnehmung und Beeinflussung der eigenen Gesellschaft steckt.

Lebenserwartung und physische Erscheinung


Die Bedingungen im Norden sind rau und das hat sich über die Jahrhunderte auch auf die Entwicklung der Manadi ausgewirkt. Mit 75 Jahren haben sie nach den Naru die kürzeste Lebensspanne aller Völker und wiegen mit durchschnittlich 60 Kilogramm auch weniger als die Duranier und Algarier.

Äußerlich heben sich die Manadi vor allem mit ihrer dunkleren Haut vom Rest Amarlias ab, während es ansonsten wie auch bei den anderen menschlichen Völkern eine große optische Vielfalt gibt. In ihrer Durchschnittsgröße von 1,70m sind sie den Algariern am ähnlichsten, die ebenfalls eher selten die beeindruckenden Größen von über 1.9m erreichen, so wie es bei den Duraniern des öfteren der Fall ist.

Magische Fähigkeiten und Besonderheiten


In Sachen Magie stehen die Manadi den anderen Völkern in nichts nach. Wie alle menschlichen Völker haben sie eine ähnliche Affinität zur Magie wie die Gnome und stellen den mit Abstand größten Anteil an Magiern im Orden des Feuers.

Während sich mit der Zeit durchaus eine gewisse Resistenz gegen die Hitze entwickelt hat, sehen die Manadi selbst vor allem ihren unbändigen Willen als eine ihrer größten Besonderheiten an. Fragt man einen Manadi, so betrachten sie sich als stolze Eroberer des Nordens - einer Region, die von vielen als unbezwingbar galt.

Kleidung und Lebensgewohnheiten


Die Manadi kleiden sich aufgrund der Temperaturen überwiegend in dünnem Stoff, wobei manche schwer gerüstete Wachen und Abenteurer auch Lederrüstungen tragen.

Neben dem für ihr Volk selbst ausgerufenem Geburtsjahr 77 NNT trägt die Zahl 7 auch darüber hinaus viele weitere Bedeutungen. So werden politische Vertreter zum Beispiel für sieben Jahre ins Amt berufen, während das manadische Schulsystem es vorsieht, dass die Kinder - deren Eltern sich die Ausbildung leisten können - sieben Jahre zur Schule gehen. Auch bei so manchem Aberglauben spielt die Zahl 7 eine ausschlaggebende Rolle und stellt so eine fast schon allgegenwärtige Präsenz dar.

Nachdem der Großteil der Bevölkerung des Nordens in Ankrabad lebt, haben die Alvordi einen großen Einfluss auf die kulturelle Entwicklung gehabt. In keiner anderen Region gibt es eine derart politische Bewusstheit unter den Einwohnern. Im Einklang mit ihrer erbarmungslosen Umgebung folgen auch die Gesetze der Manadi strengen Richtlinien, die aber trotzdem von der Mehrheit als fair empfunden werden. Dies ist vor allem dem Verhandlungsgeschick der Alvordi geschuldet, die seit Generationen einen in Amarlia beispiellosen Austausch mit der Bevölkerung aufrecht erhalten.

Auch in Sachen Kunst haben die Manadi ihren Nachbarn einiges voraus und sind insbesondere für die Darstellung ihrer einzigartigen Tragödien und Komödien im großen Theater bekannt.