Menschen


„Menschen sind wie Unkraut. Wir wachsen überall und vertreiben alles, was uns in die Quere kommt“ – Auszug aus den Memoiren eines menschlichen Zynikers

Geschichte


Während andere Rassen noch Bruchstücke ihrer Geschichte aus der Zeit vor dem Nebel des Todes überliefert haben, verliert sich die Vergangenheit der Menschen zu diesem Zeitpunkt. Für manch einen wirkt es fast so, als wäre ihre Rasse erst zu diesem Zeitpunkt in Amarlia zum Leben erwacht.

Die Menschen haben die bei weitestem vielfältigste Kultur, was sich natürlich auch auf ihre Geschichte ausgewirkt hat. So haben die Manadi im Norden, die Algarier im Westen und die Duranier im Osten ihre ganz eigenen Wege eingeschlagen und auf diese Weise die Geschichte der Menschen in verschiedene Richtungen geprägt.

Festzuhalten bleibt im Allgemeinen auf jeden Fall, dass die Menschen allem Anschein nach zuerst im Osten Fuß gefasst haben, um dann über den Norden in den Westen zu ziehen, in dem es so früh wie 37 NNT die ersten Überlieferungen menschlicher Siedlungen gibt.

Lebenserwartung und physische Erscheinung


Menschen werden bis zu 80 Jahre alt und sind damit nach den Naru die Rasse mit der kürzesten Lebensspanne in Amarlia.

Einen Bereich, den sie hingegen ganz für sich einnehmen, ist die Vielfalt im äußerlichen Erscheinungsbild. Bei keiner anderen Rasse findet man so viele Unterschiede zwischen zwei Individuen. Ob Größe, Hautfarbe oder Gesichtsmerkmale – die Gene der Menschen bieten ein enormes Spektrum, wobei Größen von weniger als 1,60m und größer als 2,0m eher eine Rarität sind.

Das Durchschnittsgewicht der Menschen liegt in etwa bei 60 Kilogramm.

Magische Fähigkeiten und Besonderheiten


Neben den Gnomen sind es die Menschen, die bei Weitem die größte Affinität zur Magie haben und ihre Bevölkerungsdichte sorgt auch dafür, dass sie in allen Orden bis auf dem Orden des Wassers eine Mehrheit haben.

Eine viel größere Besonderheit der Menschen dürfte aber ihre enorme Anpassungsfähigkeit sein. Keine andere Rasse hat sich auch nur annähernd gleichwertig in Amarlia verbreitet und es waren auch die Menschen, die die Eroberung des Nordens vorangetrieben haben.

Kleidung und Lebensgewohnheiten


Es ist schwierig eine allgemeine Übersicht über die Lebensgewohnheiten der Menschen zu geben, denn durch ihre große Vielfalt haben sich unterschiedliche Kulturen entwickelt. Während die einheimischen Menschen im Süden eher als zugereiste Bewohner gelten und auch nicht die Anzahl haben, als dass sich eine eigenständige Kultur hätte entwickeln können, so ist dies in den übrigen Regionen ganz anders.

Manadi


Im Norden gibt es die Kultur der Manadi, die geprägt durch die rauen Verhältnisse der Wüste ihre ganz eigenen Merkmale hat. Die Manadi kleiden sich aufgrund der Temperaturen überwiegend in dünnem Stoff, wobei manche schwer gerüstete Wachen und Abenteurer auch Lederrüstungen tragen.

Im Einklang mit ihrer erbarmungslosen Umgebung folgen auch die Gesetze der Manadi strengen Richtlinien, die aber trotzdem von der Mehrheit als fair empfunden werden.

Nachdem der Großteil der Bevölkerung des Nordens in Ankrabad lebt, haben die Alvordi, die Herrscherfamilie der Stadt, einen großen Einfluss auf die kulturelle Entwicklung gehabt, denn in keiner anderen Region gibt es eine derart politische Bewusstheit.

Auch in Sachen Kunst haben die Manadi den anderen menschlichen Kulturen einiges voraus und sind insbesondere für die Darstellung ihrer einzigartigen Tragödien und Komödien im großen Theater bekannt.

Duranier


Die menschliche Kultur des Ostens wird von den Duraniern geprägt, einem eher ländlicheren Schlag. Umgeben vom Element der Erde ist die Landwirtschaft und die Viehzucht eine treibende Kraft in der Region und hat sich so auch auf die Kultur und den Kleidungsstil der Duranier ausgewirkt.

Die Menschen des Ostens pflegen überwiegend ein direktes Miteinander, leben die Gastfreundschaft und haben Schimpfwörter längst in ihre Alltagssprache eingebaut. In den Tavernen kommt es nicht selten zu Schlägereien, was in den kleineren Städten und Siedlungen anschließend jedoch meist in einem friedfertigen Trinkgelage endet. Nur in Dranau herrscht aufgrund des vielen Elends und der politisch brisanten Lage ein noch rauerer Ton, sodass Gastfreundschaft hier nicht mehr großartig vorgelebt wird.

Duranier lieben ihr Fleisch und ihren Alkohol, insbesondere das duranische Starkbier. Sie sind ein eher gemütlicheres Volk, denn die Allgemeinheit lebt im hier und jetzt und denkt selten viel weiter als die Ernte des nächsten Jahres.

Algarier


Die Algarier sind ein ganz spezieller Schlag von Menschen. Sie leben in den kalten Gebirgen des Westens, wo sich ein Großteil von ihnen in Windhafen, der Hauptstadt der Region, niedergelassen hat.

Wie die Naru tragen auch die Algarier dicke Felle und Stoffe, um sich gegen die Kälte zu schützen. Sie haben die Zucht von Ziegen über die Jahrhunderte immer weiter perfektioniert und können sich so auch in raueren Perioden mit Wärme und Nahrung versorgen.

Wettbewerb jeglicher Art ist ein besonderer Fokus der Algarier. In einigen Überlieferungen heißt es, dass Windhafen selbst einst als Wettbewerb zwischen zwei Handwerkern begann und ehe man herausfand, wer von ihnen die Ziegel schneller legen konnte, war auch schon die Grundlage der Stadt geschaffen.

Algarier sind es gewohnt unter ihresgleichen zu sein, wenn auch sie Fremden gegenüber durchaus aufgeschlossen sind. Die rauen Verhältnisse und schwierige Anreise durch die Gebirge hält die Anzahl an Durchreisenden allerdings gering. So sind es meist die Naru mit denen außerhalb der eigenen Kultur Geschäfte gemacht werden.